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Und schließlich will und muss ich daran erinnern, dass wir als Christen, als vernünftige Menschen, ganz einfach teilen müssen. Es sind auf dieser Erde etwa 7 Milliarden Menschen, die zwei Mahlzeiten täglich und etwa 5 Liter Trinkwasser zum Leben benötigen. Ich möchte mich nicht über die tägliche Mengen- und Massenproblematik auslassen. Aber über die Christenpflicht. Zu helfen. In einem Lied, das schon über zweihundert Jahre alt ist, heißt es: „Wer dieser Erde Güter hat und sieht die Brüder leiden und macht die Hungrigen nicht satt, läßt Nackende nicht kleiden, der übertritt die erste Pflicht und liebt dich, Gott der Liebe, nicht“ (EG 412,2, Christian Fürchtegott Gellert, 1757). Das Lied ist entstanden, als es noch keine Über-produktionen in der Landwirtschaft gab, als die Erde noch nicht in Weltmärkte eingeteilt war, sondern die Landwirte in der Regel für sich und ihre unmittelbare Umgebung ihr Land bestellten. Auch damals gab es welche, die „der Erde Güter“ hatten, wie es in dem Lied heißt, und andere, die hungern mussten. Die Entfernung zwi-schen ihnen war nur nicht so weit, wie heute die satten Länder des Nordens von den darbenden Ländern im Süden entfernt sind. Auch ein Wort zum Monat Mai 2012 wird also die Selbstverant-wortung und die Verantwortung vor und die Verbindung mit Gott, dem Schöpfer, vor Augen führen. Die Situation des 1. Timotheus ist mit der heutigen in dem Punkt gleich, dass die Beziehung zwi-schen Gott, seiner kreatürlichen Schöpfung und uns Menschen gestört ist. Trotzdem soll am Anfang der Dank an den Schöpfer stehen, denn das Bekenntnis des Timotheus, dass „alles, was Gott geschaffen hat, gut ist“, bleibt bestehen. Auch wenn wir mit der Schöpfung und also auch mit dem Schöpfer nicht so richtig zurecht kommen sollten. - Ihr Peter Krajewski
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